Fußball-Profis und Deutsche Meister

Wer bei dieser Überschrift an Bayern München denkt, liegt dieses Mal falsch. Die Unterwasser-Rugby-Mannschaft des TSV Malsch, Deutscher Meister 2019, und das Drittligateam des FC Carl-Zeiss-Jena trafen sich zum gemeinsamen Training. Die Thüringer haben im Rahmen ihrer diesjährigen Saisonvorbereitung ihre Zelte in Malsch aufgeschlagen. Mit fünfzehn Neuzugängen zum Trainingsbeginn für die neue Saison stand in dieser Woche neben hartem Training laut Trainer Lukas Kwasniok Teambildung unter anderem durch Kennenlernen diverser Sportarten auf dem Terminkalender. So wurde kurzfristig eine Einführung ins Unterwasser-Rugby im Malscher Freibad vereinbart.

Nach kurzer Vorstellung der Angebote des TSV Malsch, die vom Schnorcheln über Leistungssport bis zum Technik-Tauchen gehen, wurden per Video und Präsentation von Jochen Schottmüller einige Grundlagen vermittelt. Schnell wurde klar, dass die am Vortag bei Boxer Vincent Feigenbutz erlernten Schlagtechniken im Unterwasserrugby direkt zum Beckenverweis bzw. zu einer Matchstrafe führen.

Nachdem die Jenaer Kicker mit Taucherbrille, Schnorchel, Flossen und weißen oder blauen UW-Rugby-Kappen ausgerüstet waren, ging es zunächst im glasklaren Wasser des Flachbereichs um Grundlagen wie Ausblasen eines Schnorchels, korrekten Flossenschlag und den effizienten Umgang mit dem Salzwasser gefüllten Ball. Einige Fußballer taten sich aufgrund mäßiger Tauchfertigkeiten etwas schwer, die meisten konnten allerdings schnell in das tiefere Becken wechseln, um dort in Kleingruppen Torangriffe und sauberes Passspiel üben. Schließlich wurde im Sprungbecken auf vier Meter Tiefe in gemischten Teams richtig gespielt. Sowohl Fußballer als auch UW-Rugby-Aktive waren nach dem Spiel mit der Leistungsentwicklung zufrieden, führten schließlich einige sehenswerte Kombinationen auf dem Beckenboden zu ersten Torerfolgen. Mit einem von allen Aktiven des FC Carl-Zeiss Jena signierten Trikot bedankten sich Mannschaftsleiter Uwe Dern und Kapitän Rene Eckert bei den Malscher Unterwassersportlern. Die Malscher wünschten dem sympathischen Team viel Erfolg in der neuen Saison und drücken die Daumen, dass es bald wieder zu Begegnungen mit dem KSC, dieses Mal natürlich in der zweiten Bundesliga, kommt.